Österreich

Die gesetzliche Absicherung ist oftmals unzureichend

Die Arbeitskraft ist das höchste Gut – sie sichert das Einkommen und damit den Lebensunterhalt. Nicht mehr arbeiten zu können, heißt nichts mehr zu verdienen – die finanzielle Not ist vorprogrammiert. Die begrenzte gesetzliche Absicherung bei Verlust der Arbeitskraft ist meist absolut unzureichend. Die langfristigen Auswirkungen treffen meist nicht nur den Betroffenen selbst, sondern auch die Familie. Dieses Risiko ist den Meisten oft nicht bewusst.

Ansprüche bei Verlust der Arbeitskraft

Seit 2014 gibt es für unter 50-Jährige keine befristete Invaliditäts- bzw. Berufsunfähigkeitspension mehr. Sie müssen sich umschulen oder behandeln lassen, sofern dies für eine Wiedereingliederung zweckmäßig und zumutbar ist. Der Grundsatz lautet: Rehabilitation vor Pension.
Anstelle der befristeten Invaliditäts- bzw. Berufsunfähigkeitspension gibt es Rehabilitationsgeld (es gebührt in Höhe des Krankengeldes, ca. 50 % des letzten Bruttogehalts (Monat); ab dem 43. Tag ca. 60 %) oder Umschulungsgeld (entspricht der Höhe des Arbeitslosengeldes; ab der Teilnahme an der Umschulungsmaßnahme wird es um 22 % erhöht).*

Wichtig zu wissen

Nicht nur ältere Menschen werden berufsunfähig - ganz im Gegenteil. Fast jeder fünfte Berufsunfähige ist noch keine 40 Jahre alt!

Ein Risiko, das jeden treffen kann

Die Krankheitsbilder, die den Invaliditäts- bzw. Berufsunfähigkeitspensionen zugrunde liegen, haben sich in den letzten 20 Jahren stark verschoben. Vor einigen Jahren waren noch Herz- und Kreislauferkrankungen die häufigste Ursache. Heute stehen psychische Krankheiten mit 38,7 % an der Spitze, gefolgt von Erkrankungen des Bewegungsapparates mit 22,7 %. Damit trifft es den Büroangestellten genauso wie den Handwerker!

Risiko BU

Die unterschätzte Gefahr in Zahlen

  • Jeder fünfte wird berufsunfähig* und kann nicht bis zum Pensionsalter arbeiten.
  • Im Jahr 2014 wurden 53 .369 Anträg auf Invaliditätspensionen gestellt.**
  • Davon wurden lediglich 24.116 Anträge bewilligt.**
  • Bei 62,7 % liegt die Ursache für die Invaliditäts- bzw. Berufsunfähigkeitspension in der Erkrankung der Psyche oder des Bewegungsapparates.**
  • Die durchschnittliche Invaliditäts- bzw. Berufsunfähigkeitspension beträgt für Männer monatlich 1.312 € und für Frauen sogar nur 823 €***.

Ernstfall BU

Fazit

Für die finanzielle Absicherung des Verlusts der Arbeitskraft ist eine private Vorsorge unerlässlich, um sich und die Familie vor den existenzbedrohenden Folgen zu schützen und den gewohnten Lebensstandard zu wahren.

BU-Bedarfsrechner BU/EU-Kompendium BU

* Quelle: Kammer für Arbeiter und Angestellte für Niederösterreich, März 2015
** Quelle: Statistisches Handbuch der österreichischen Sozialversicherung 2014
*** Quelle: www.pensionsversicherung.at

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